Bezirksverband Spandau der Kleingärtner e. V.
Tipps für den Garten
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Verfasst am 24.08.2017 um 17:36 Uhr

Hecken im Kleingarten

In vielen Kleingärten befinden sich neben Obst, Gemüse und Zierpflanzen auch Hecken, etwa als Abgrenzung zum Nachbarn oder zur Umgebung. Ihre Gestaltung und Pflege ist gut zu gewältigen, wenn man einige grundlegende Hinweise beachtet.


Immergrün oder nur sommergrün: diese Entscheidung steht am Anfang

Uns Kleingärtnern steht zur Gestaltung von Hecken eine große Vielfalt von Pflanzen zur Auswahl. Zunächst überlegen Sie, ob Sie eine laubabwerfende Hecke (sommergrün) wie zum Beispiel Liguster oder Hainbuche, oder aber eine immergrüne Hecke wie zum Beispiel Lebensbaum oder Scheinzypresse wählen. Vor der Entscheidung sollte man sich jedoch den Arbeitsaufwand vergegenwärtigen: Bei Laubhecken müssen Sie zwei- bis dreimal zur Heckenschere greifen, während bei den immergrünen Varianten ein Schnitt im Jahr ausreicht.


Gestaltungsmöglichkeiten

Im nächsten Schritt entscheiden Sie über die einzusetzenden Pflanzen. Hecken müssen nicht zwangsläufig aus nur einem Pflanzmaterial bestehen. Verschiedene Blütengehölze, die zu einer lockeren Hecke gepflanzt werden können, bringen zum Beispiel viel Farbe und Abwechslung. Auch mit unterschiedlichen Farben der Zweige oder Blätter kann gearbeitet werden, so etwa mit der roten Farbe des Blasenstrauchs, des Hartriegels und der Berberitze oder auch mit dem Gelb des gelben Ligusters oder des Lebensbaums.


In Kleingartenanlagen dürfen Hecken maximal 1,25 Meter hoch sein, damit sie Besuchern den Blick in die Parzellen nicht verwehren. Fotos: Sven Wachtmann

Pflege

Wie bei allen Arbeiten entscheidet auch bei der Heckenpflege das Werkzeug über ein gutes Gelingen. Der Handel bietet hier diverse Werkzeuge: umweltfreundliche Akku-Heckenscheren, gängige Elektro-Heckenscheren, Benzin-Heckenscheren und die klassischen Hand-Heckenscheren. Alle Werkzeuge sollten regelmäßig geschärft werden, damit sie immer gut und sauber schneiden. Auch die Handhabung und das mitunter schwere Gewicht der Maschinen sollte vorher genau überlegt werden, denn Maschinen können schwere Verletzungen verursachen, wenn man sie nicht gewissenhaft und sicher bedienen kann.


Ist das richtige Werkzeug gefunden, geht es an die eigentliche Arbeit. Am besten beginnt man an den Seiten der Hecke. Diese sollten leicht konisch nach oben geschnitten werden. Danach fährt man mit der oberen Seite fort. Sollte die Hecke schon zu hoch und zu dick sein, ist es notwendig, per Hand und mit Astschere zu arbeiten, um den gewünschten Erfolg zu erlangen.


Rechtliche Hinweise

In Kleingartenanlagen ist die maximale Höhe von Hecken auf 1,25 Meter begrenzt – es sei denn, die Hecke grenzt einen Außenbereich ab, etwa eine Straße. Der Abstand der Heckenpflanzen zum Nachbargrundstück sollte mindestens fünfzig Zentimeter, gemessen von der Mitte der Pflanze, betragen. Ferner müssen Sie bei sämtlichen Schnittarbeiten die Regelungen zum Vogelschutz beachten.


Beispiele für Heckenpflanzen 

Gehölz
Botanischer Name
Rotbuche
Fagus sylvatica
Berberitze
Berberis thunbergii
Hainbuche
Carpinus betulus
Felsenmispel
Cotoneaster diesianus
Goldglöckchen
Forsythie-Arten
Liguster
Ligustrum vulgare
Deutzie
Deutzia gracilis
Feuerdorn
Pyracantha coccinea
Buchsbaum
Buxus sempervirens
Scheinzypresse
Chamaecyparis law.
Eibe
Taxus baccata
Lebensbaum
Thuja occidentalis




Sven Wachtmann

Landesgartenfachberater und Vorstandsmitglied Fachberatung